Zeiterfassung auf der Baustelle

Kein Terminal, kein Büro, oft kein Empfang. Und trotzdem gilt die Aufzeichnungspflicht.

Der Zettel im Auto

In vielen Handwerksbetrieben liegt die Zeiterfassung im Handschuhfach. Ein Block, in den abends eingetragen wird, was tagsüber war.

Das funktioniert, solange es eine Baustelle gibt. Bei drei Baustellen an einem Tag wird geschätzt. Und was geschätzt ist, taugt weder für die Abrechnung noch als Nachweis.

Was auf der Baustelle anders ist

Erstens der Empfang. In Kellern, in Rohbauten und in manchen Gegenden ist keine Verbindung da. Eine Erfassung, die dann nicht funktioniert, wird nicht benutzt.

Zweitens der Zuschnitt. Die Stunden müssen einer Baustelle zugeordnet sein, sonst weiß man am Monatsende nur die Summe. Die eigentliche Frage lautet aber: Hat sich dieser Auftrag gerechnet?

Drittens die Geräte. Nicht jeder hat ein Firmenhandy, und wer eine Installation verlangt, bekommt Widerstand. Eine Erfassung im Browser läuft auf allem, was ohnehin in der Tasche ist.

Vom Stundenzettel zur Kalkulation

Sobald die Zeit je Baustelle erfasst ist, entsteht nebenbei etwas, das der Zettel nie geliefert hat: eine Grundlage für das nächste Angebot.

Denn dann steht dort, wie lange dieselbe Arbeit beim letzten Mal tatsächlich gedauert hat. Nicht wie lange sie kalkuliert war.

Easy4Time erfasst offline und trägt nach, ordnet Zeiten Objekten und Baustellen zu und exportiert die Stunden für die Lohnverrechnung. Für Betriebe im Handwerk gibt es dazu eine eigene Übersicht.

Was Betriebe uns dazu am häufigsten fragen

Wie erfasst man Zeit ohne Empfang?

Die Erfassung muss auch ohne Verbindung funktionieren und die Buchung nachtragen, sobald wieder eine besteht. Alles andere führt dazu, dass abends aus dem Gedächtnis eingetragen wird.

Muss jede Baustelle einzeln erfasst werden?

Wenn nach Baustellen abgerechnet oder kalkuliert wird: ja. Sonst hat man am Monatsende eine Gesamtstundenzahl und keine Ahnung, welcher Auftrag sie verursacht hat.

Wie wird die Fahrt zur Baustelle behandelt?

Ob Wegzeiten Arbeitszeit sind, hängt vom Kollektivvertrag und von der konkreten Anordnung ab. Die Erfassung sollte Fahrt und Arbeit getrennt ausweisen können – dann lässt sich die Frage später beantworten, statt sie im Nachhinein zu schätzen.

Was ist mit Mitarbeitern, die kein Firmenhandy haben?

Die Erfassung sollte auf dem privaten Gerät im Browser laufen, ohne dass eine App installiert werden muss. Wer Installationen verlangt, verliert genau die Leute, die man erreichen will.

Wie kommen die Stunden in die Abrechnung?

Über einen Export, der zum Lohnverrechnungsprogramm passt. Wer die Stunden am Ende abtippt, hat die Zeiterfassung digitalisiert und die Fehlerquelle behalten.

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