Zeiterfassung einführen, ohne dass sich das Team überwacht fühlt

Der Widerstand kommt selten von der Technik. Er kommt daher, dass niemand erklärt hat, wozu das gut sein soll.

Warum die Einführung schiefgeht

In den meisten Betrieben wird Zeiterfassung angekündigt und eingeführt. Zwischen diesen beiden Schritten fehlt einer.

Aus Sicht der Belegschaft ist die Sache erst einmal eindeutig: Bisher hat niemand kontrolliert, wann jemand kommt und geht, ab jetzt schon. Wer das nicht anspricht, bekommt Widerstand, und der äußert sich nicht in Diskussionen, sondern darin, dass die Erfassung schlampig geführt wird.

Was hilft

Den Grund nennen, und zwar den echten. In Österreich ist die Aufzeichnung gesetzlich vorgeschrieben. Das ist kein Vorwand, sondern der Sachverhalt, und es nimmt der Sache die persönliche Note.

Zeigen, was die Mitarbeiter davon haben. Ein sichtbares Stundenkonto beendet die Diskussion über Überstunden, die sonst am Monatsende stattfindet. Wer seine eigenen Stunden sieht, muss niemandem glauben.

Nicht mehr erfassen als nötig. Für die Arbeitszeitaufzeichnung braucht es keine Standortdaten. Wer sie trotzdem erhebt, weil es technisch geht, verspielt Vertrauen und schafft ein Datenschutzproblem.

Korrekturen erlauben. Menschen vergessen das Auschecken. Ein System, in dem das nicht korrigierbar ist, produziert Ärger und falsche Daten.

Der Punkt, der am häufigsten übersehen wird

Sprache. In Reinigung, Bau und Pflege spricht oft ein Teil der Belegschaft kein Deutsch.

Eine Erfassung, die nur auf Deutsch existiert, wird falsch bedient oder gar nicht. Das Ergebnis sieht dann nach Verweigerung aus und ist in Wahrheit ein Verständnisproblem. Easy4Time gibt es deshalb in sechs Sprachen, jeder stellt seine eigene ein.

Was Betriebe uns dazu am häufigsten fragen

Dürfen wir den Standort der Mitarbeiter erfassen?

Für die Arbeitszeitaufzeichnung ist das nicht nötig und daher auch nicht zulässig. Beim elektronischen Fahrtenbuch für Dienstfahrzeuge ist es anders: Dort ist die Aufzeichnung Zweck der Sache, und sie läuft ausschließlich während der Arbeitszeit.

Muss der Betriebsrat zustimmen?

Systeme, die zur Kontrolle von Arbeitnehmern geeignet sind, berühren die Mitbestimmung. Wo ein Betriebsrat besteht, sollte er von Anfang an eingebunden werden. Das ist auch praktisch der schnellere Weg.

Was, wenn Mitarbeiter das Erfassen vergessen?

Dann braucht es nachträgliche Korrekturen, und die müssen erlaubt und nachvollziehbar sein. Ein System, das keine Korrektur zulässt, produziert falsche Daten.

Wie lange dauert die Einführung?

Die Technik ist an einem Tag eingerichtet. Was Zeit braucht, ist die Verständigung im Team.

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